#ITgirloftheWeek Sanja Jovanovic

Lisa Pulsinger ITgirloftheweek

#thenewItgirls: Was macht Dich persönlich zum Rolemodel?

Sanja: Das ist eine tolle Frage – mein persönliches Ziel ist es ein Rolemodel zu werden, um andere zu motivieren und zu inspirieren. Nicht nur für Technologie, sondern für die Visionen und Innovationen die dafür stehen und die positiven Dinge, die damit erreicht werden können! Ich bin ein #newITGirl weil ich Herausforderungen liebe und der Einstieg in die IT nicht immer einfach ist, aber es dir hilft persönlich zu wachsen und ein Rockstar zu werden! Als Rolemodel sehe ich mich um Frauen die Angst zu nehmen und einfach den Sprung zu wagen!

Wie bist Du zur IT gekommen?

Ich habe mich für Projektmanagement interessiert und bin dann im Studium auf die IT gekommen. Dann waren es die Herausforderungen die mich in der IT gehalten haben – und das jeder Tag tatsächlich anders ist und einem nie langweilig wird.

Gab es Hindernisse auf deinem Weg? Wenn ja, wie hast Du sie überwinden können?
Hindernisse gab es immer, aber das macht die Arbeit erst spannend. Ich habe am besten damit arbeiten können, wenn ich jemanden zum reden hatte um meine Ideen bzw. aktuellen Probleme zu teilen. Allein das wiederholen bzw. erklären von Hindernissen bringt oft mal auch eine Blitzidee mitsich.

Wer hat Dich bestärkt, we hat Dich geprägt?

Ich muss gestehen, dass es während dem Studium wenig Rolemodels und auch auch wenig Mentoren gab. Als ich jedoch anfing zu arbeiten gab es auf einmal ganz viele. Mein Mentor war mir gleich zu Beginn eine Hilfe und durch das Netzwerk gab es dann sehr viele zu denen ich aufsah und von denen ich lernen konnte. Eine Kollegin aus Amerika war beispielsweise so toll auf der Bühne und konnte technische Sachen sehr gut erklären, sie war sooo inspirierend und hat mich sicherlich für public speaking Ambitionen geprägt. Ich glaube man sucht sich von sehr vielen Frauen (und Männern) einige Charaktereigenschaften aus und kreiert sich so sein ganz eigenes Rolemodel.

Was denken Freund:innen und Familie heute über Deinen Job?
Sie sind sehr stolz auf das was ich tue und freuen sich immer mit mir über Erfolge und Erlebnisse, die ich mit ihnen teile. Zudem sie auch vieles lernen, von dem sie davor nie gehört haben.

Was macht die IT-Branche für Dich besonders?
Die Abwechslung – das ist was es so besonders macht. Jeden Tag etwas neues zu lernen und bei jedem Projekt auf neue Herausforderungen zu stößen, die man dann mit anderen teilen kann. Mein Traumjob war es immer alle möglichen Berufe zu erforschen und Leute zu befragen, warum eine Sache so gemacht wird. Die IT ist es dem Traum schon ziemlich nahe – man lernt so viele Branchen kennen und es ist einfach unglaublich, was wir in den letzten Jahren erreicht haben. Ich bin immer ganz euphorisch, wenn ich daran denke was noch alles möglich sein wird und wie wir Technologie für Gutes verwenden könnnen.

Was macht deinen Beruf für Dich besonders?

Die Möglichkeit nie auszulernen. Während der Uni denkt man sich oft nach der Prüfung habe ich dann Zeit und muss nichts mehr lernen.. Aktuell im Berufsleben denke ich eher daran, dass die Zeit nicht genug scheint, um alles was mich interessiert, nachzulernen.

Hast Du als Frau in der IT-Branche…

…Vorteile?
Auf jeden Fall! Es ist einfach der Hammer wenn man zu dem Punkt gelangt, die Zusammenhänge zu verstehen und Ideen reinbringt. Ich bin mir sicher, dass viele Frauen einiges an Vorarbeit geleistet haben, aber ich fühle mich sehr wohl in der IT Branche.

…Nachteile?

Eventuelle Erwartungen, die man an junge Leute stellt. Man kann nicht alles wissen und ich hatte vor allem am Anfang meiner beruflichen Karriere das Gefühl, dass man als “ITlerin” alles können muss. Die Themenbereiche sind sehr breit und ändern sich auch ständig.

Welche aktuellen Challenges siehst Du (noch) in unserer Branche?
Ich würde gerne mehr Frauen in Führungspositionen sehen, ohne dass ihr privates Leben (Kind + Familie) ins Schwanken kommt, dadurch auch mehr Rollenmodelle für uns Frauen entstehen, zu denen wir aufsehen können.

Welche positiven Änderungen würdest Du gerne (in Unternehmen, Branche, Gesellschaft) anstoßen?
Ich würde gerne jüngeren Frauen in der IT helfen sich wohler zu fühlen und aus sich herauszukommen. Auch ich hatte am Anfang meine Ups and Downs, die mir manchmal Grund zum Zweifeln gaben, ob ich überhaupt richtig bin. Ich würde gerne Frauen zeigen, wie cool es ist Teil dieser Arbeitsumgebung zu sein und das man gemeinsam Großes schaffen kann. Ich möchte auch gerne Technologie für mehr Gutes einsetzen, gemeinsam an Problemen arbeiten, bei denen uns Technologie unterstützen kann.

Was kann jede:r von uns für (noch mehr) Gleichberechtigung tun?
Ich habe mir das Ziel gesetzt Frauen, die ich toll finde anzuschreiben und sie wo ich nur kann zu unterstützen – sei es durch eine persönliche Nachricht, wie toll ich ihre Arbeit finde, Feedback an ManagerIn (für interne Kolleginnen) oder auch Einladung zu öffentlichen Auftritten von Vereinen wie Women in AI. Ich finde es immer spannend, wenn ManagerInnen und HR sagen, dass sie keine guten Frauen finden. Ich bin seit ein paar Monaten bei Women in AI dabei und habe schon so viele tolle Frauen kennengelernt, die ich gerne überall vernetzen würde. Man kann im Unternehmen “BotschaftsträgerIn” sein und uns Frauen auch auf anderer Ebene repräsentieren.

Welche Skills sind deiner Meinung nach (unabhängig vom Jobtitel) für die Zukunft wichtig?
Die Fähigkeit Zusammenhänge zu sehen und komplexe Themen zu vereinfachen.

Welche Tipps gibst Du Anfänger:innen & Quereinsteiger:innen?
Sei mutig und denke immer an das Learning, das aus der jeweiligen Situation hervorkommt. Es wird Ups and Downs geben, die aber jede/r von uns durchgemacht hat. Reflektiere und vergleiche dich nicht mit anderen ABER vergleiche dich mit dir selbst vor 3, 6, 12 Monaten – Wahnsinn was man in der Zeit alles für Erfolge verzeichnet!! Be proud of yourself ;).

Danke Sanja!

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